MECKLENBURGER LANDWEIN G.G.A.

SCHLESWIG HOLSTEINISCHER LANDWEIN G.G.A.

VIGNETI SCHLOß RATTLEY

VIGNETI SCHLOß RATTLEY

MECKLENBURGER LANDWEIN

Landwein

Produktspezifikation fĂŒr eine geschĂŒtzte geografische Angabe

06 12 2011

(Fonte BMELV)

(*)paragrafo aggiunto personalmente (fonte Weinverordnung 2013) al fine di migliorare la completezza delle informazioni

1. GeschĂŒtzter Name

 

„Mecklenburger Landwein“

 

2. Beschreibung des Weines/der Weine

 

2.1. Analytisch

Nachfolgend aufgefĂŒhrte Analysewerte, die anhand einer physikalischen und chemischen Analyse gemĂ€ĂŸ Artikel 26 der VO (EG) Nr. 607/2009 zu ermitteln sind, sind verbindlich vorgegebene Werte, die bei den angegebenen Weinsorten erreicht werden mĂŒssen bzw. dĂŒrfen, um die Bezeichnung verwenden zu dĂŒrfen:

 

Vorhandener Alkoholgehalt von mind. 6,00% vol.;

Gesamtalkoholgehalt ohne Anreicherung max. 15,00% voL.;

 

Gesamtzuckergehalt gemĂ€ĂŸ Anhang XIV Teil A +B der VO (EG) Nr. 607/2009

Geschmacksangabe Zuckergehalt:

Trocken:

Wenn der Zuckergehalt folgende Werte nicht ĂŒberschreitet:

- 4 g/l oder

- 9 g/l, sofern der in g/l WeinsĂ€ure ausgedrĂŒckte GesamtsĂ€uregehalt höchstens um 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt

Halbtrocken:

Wenn der Zuckergehalt den vorgenannten Höchstwert ĂŒberschreitet, folgende Werte aber nicht ĂŒberschreitet:

- 12 g/l oder

- 18 g/l, sofern der in g/l WeinsĂ€ure ausgedrĂŒckte GesamtsĂ€uregehalt höchstens um 10 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt.

 

GesamtsÀure muss mindestens 3,50 g/l betragen

Gehalte an flĂŒchtiger SĂ€ure:

a) 18 MilliĂ€quivalent je Liter bei Weißwein und RosĂ©wein,

b) 20 MilliÀquivalent je Liter bei Rotwein,

 

Gesamtschwefeldioxidgehalte

Der Gesamtschwefeldioxidgehalt der Weine darf zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens zum unmittelbaren menschlichen Verbrauch folgende Werte nicht ĂŒberschreiten:

a) 150 mg/l bei Rotwein,

b) 200 mg/l bei Weißwein und RosĂ©wein.

Abweichend davon erhöht sich die Höchstgrenze des Schwefeldioxidgehalts bei Weinen, die einen als Summe aus Glucose und Fructose berechneten Zuckergehalt von 5 g/l oder mehr haben, auf

a) 200 mg/l bei Rotwein und

b) 250 mg/l bei Weißwein und RosĂ©wein;

Die angegebenen Höchstwerte können entsprechend Anhang I B Abschnitt A Nr. 4 der VO (EG) Nr. 607/2009 fĂŒr JahrgĂ€nge mit ungĂŒnstigen WitterungsverhĂ€ltnissen um höchstens 50 mg/l erhöht werden.

 

2.2. Organoleptisch

In Mecklenburg-Vorpommern werden rote und weiße Landweine sowie RosĂ©weine hergestellt.

Die Weine sind sÀure- und gerbstoffbetont und durch ein harmonisches Geschmacksbild gekennzeichnet.

Der Wechsel von warmer und kĂŒhler Witterung in der Reifephase fĂŒhrt zu einer gebietstypischen Note aus Alkoholgehalt, SĂ€ure und Gerbstoffen.

Die Weißweine sind von hellgelber bis gelber Farbe, gelegentlich mit einem schwachen grĂŒnlichen Schimmer und von feinfruchtiger Art mit Aromen von frischen grĂŒnen FrĂŒchten.

Die meist trocken ausgebauten Roséweine sind von hellroter bis lachsroter Farbe und spiegeln die Aromen der zur Herstellung verwendeten Rotweinsorten wieder.

Die Farbtöne der Rotweine reichen von Kirschrot bis zu dunklem Rubinrot, die Aromen erinnern an reife rote FrĂŒchte, bei Ausbau im Barrique zeigen sich auch leichte bis krĂ€ftigere Holztöne. Auch die Rotweine werden meist trocken ausgebaut und weisen ein leichtes TanningerĂŒst auf.

 

3. Abgrenzung des Gebietes

 

Zur geschĂŒtzten geografischen Angabe gehören die zulĂ€ssigerweise mit Reben bepflanzten oder vorĂŒbergehend nicht bepflanzten RebflĂ€chen der Gemeinde:

Schönbeck Ortsteil Rattey

und der Stadt Burg Stargard

im Landkreis Mecklenburger

des Landes Mecklenburg-Vorpommern

 

Seenplatte, wenn ihre Eignung zur Erzeugung von Landwein festgestellt wird.

Die Herstellung von Landwein mit der geschĂŒtzten geografischen Angabe „Mecklenburger Landwein“ muss im nach gĂŒltigem Landesrecht definierten Weinanbaugebiet erfolgen.

 

4. Traditionelle Begriffe, die mit dieser Ursprungsbezeichnung verbunden sind

 

Weine und Weinerzeugnisse sind zusĂ€tzlich zum bestehenden geschĂŒtzten Weinnamen obligatorisch mit dem traditionellen Begriff „Landwein“ zu kennzeichnen.

 

Mögliche zusÀtzliche Bezeichnung zur vorgenannten:

Federweißer *.

Teilweise gegorener Traubenmost aus Deutschland mit geografischer Angabe oder aus anderen EU-Staaten; bei den

geografischen Angaben wird auf die fĂŒr "Landwein" festgelegten Anbaugebiete Bezug genommen; „Federweißer“ ist

die allgemein gebrĂ€uchlichste Bezeichnung fĂŒr teilweise gegorenen Traubenmost unter BerĂŒcksichtigung der

Verschiedenheit der regionalen Bezeichnungen.

 

Rotling*:

Die Bezeichnung Rotling darf nur verwendet werden fĂŒr einen inlĂ€ndischen Wein von blass- bis hellroter Farbe, der abweichend von § 18 Absatz 1 durch Verschneiden von Weißweintrauben, auch gemaischt, mit Rotweintrauben, auch gemaischt, hergestellt ist.

Ein inlĂ€ndischer Schaumwein, Perlwein oder Perlwein mit zugesetzter KohlensĂ€ure darf als Rotling nur bezeichnet werden, wenn er ausschließlich aus Wein hergestellt worden ist, der nach Satz 1 die Bezeichnung Rotling fĂŒhren darf.

 

Der Neue*:

FĂŒr Landwein, der ausschließlich aus Weintrauben eines Erntejahres gewonnen wurde, darf die Bezeichnung "Der Neue" nur verwendet werden, wenn das Erntejahr angegeben ist und er nicht vor dem 1. November des Erntejahres an Endverbraucher abgegeben wird.

 

Steillage oder Steillagenwein*:

(1).Bei inlĂ€ndischem Landwein, QualitĂ€tswein und PrĂ€dikatswein darf die Angabe "Steillage" oder "Steillagenwein" in Anwendung von Artikel 66 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 nur verwendet werden, wenn er ausschließlich aus Weintrauben hergestellt worden ist, die von einer RebflĂ€che stammen, die

1. in einem GelÀnde belegen ist, dessen Neigung mindestens 30 vom Hundert betrÀgt, oder,

2. sofern die Neigung des GelÀndes, in der die RebflÀche belegen ist, weniger als 30 vom Hundert betrÀgt, eine eigene GelÀndeneigung von mindestens 30 vom Hundert aufweist.

 

Terrassenlage oder Terrassenlagenwein*:

Bei inlĂ€ndischem Landwein, QualitĂ€tswein und PrĂ€dikatswein darf die Angabe "Terrassenlage" oder (2)."Terrassenlagenwein" in Anwendung von Artikel 66 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 nur verwendet werden, wenn er ausschließlich aus Weintrauben hergestellt worden ist, die von einer

1. durch StĂŒtzmauern oder Böschungen unterbrochenen oder

2. durch StĂŒtzmauern oder Böschungen nicht unterbrochenen, in einem als Terrassenlage bewirtschafteten Gebiet belegenen RebflĂ€che stammen, die

3. in einem GelÀnde belegen ist, dessen Neigung mindestens 30 vom Hundert betrÀgt, oder,

4. sofern die Neigung des GelÀndes, in der die RebflÀche belegen ist, weniger als 30 vom Hundert betrÀgt, eine eigene GelÀndeneigung von mindestens 30 vom Hundert aufweist.

(3) Die Bezeichnungen nach den AbsĂ€tzen 1 und 2 dĂŒrfen nicht gleichzeitig verwendet werden.

 

5. Spezifische önologische Verfahren zur Weinbereitung sowie die einschlĂ€gigen EinschrĂ€nkungen fĂŒr die Weinbereitung

 

5.1 NatĂŒrlicher Mindestalkoholgehalt/Mindestmostgewichte

(Angabe in % vol. potentieller Alkohol /° Öchsle)

Landwein 6,00% vol. / 50° Öchsle

 

5.2. Anreicherung

Die weißen und rosĂ©farbenen Landweine dĂŒrfen auf bis zu 11,50% vol. enthaltener

Alkohol angereichert werden,

rote Landweine auf bis zu 12,00% vol.

 

5.3. SĂŒĂŸung

Die SĂŒĂŸung ist ausschließlich mit inlĂ€ndischem Traubenmost gleicher Art erlaubt.

Der Restzuckergehalt darf nicht den fĂŒr die Angabe „halbtrocken“ höchstzulĂ€ssigen Wert ĂŒbersteigen.

 

5.4. Verschnitt

Weißweintrauben und die aus ihnen hergestellten Maischen, Moste und Weine dĂŒrfen nicht mit Rotweintrauben und den aus ihnen hergestellten Maischen, Mosten und Weinen verschnitten werden.

 

5.5. Im Übrigen gelten fĂŒr die Herstellung von „Mecklenburger Landwein“ die önologischen Verfahren gem. Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 sowie die nationalen Regelungen.

 

6. Höchstertrag je Hektar

 

Der Hektarhöchstertrag ist auf 90 hl/ha festgesetzt.

 

7. Rebsorten

 

Keltertraubensorten der Art Vitis vinifera, aus denen die Weine mit der geschĂŒtzten geografischen Angabe „Mecklenburger Landwein“ gewonnen werden:

 

Weißweinsorten:

Ortega, Phoenix, Huxelrebe, MĂŒller-Thurgau, Elbling

Rot- und Roséweinsorten:

Regent, Blauer Portugieser, Blauer SpÀtburgunder

 

In diese Liste können weitere Rebsorten aufgenommen werden, wenn die Voraussetzungen fĂŒr die Klassifizierung durch die zustĂ€ndige Behörde festgestellt worden sind.

Neben der rechtlichen AbwĂ€gung erfolgt die Entscheidung ĂŒber die Klassifizierung auf der Grundlage der Anbaueignung sowie der analytischen und organoleptischen Eigenschaften von Wein, der aus der betreffenden Sorte hergestellt wurde.

 

8. Angaben, aus denen sich der Zusammenhang gemĂ€ĂŸ Artikel 118b Absatz 1 Buchstabe a Ziffer i Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 ergibt

 

8.1. Geografische VerhÀltnisse

8.1.1. Landschaft und Morphologie

Die Landschaft von Mecklenburg Vorpommern ist durch die eiszeitlichen EinflĂŒsse gekennzeichnet, die sich in Grund- und EndmorĂ€nen als Ergebnis der letzen Eiszeit manifestieren.

Die Besonderheit der Weinbaugebiete in Mecklenburg wird geprĂ€gt durch das hĂŒglige Bodenrelief am Rand der Brohmer Berge und im Lindetal, den sandigen Lehmboden und das typische Klima im östlichen Landesteil.

Der mecklenburger Weinbau war historisch an einzelne GĂŒter in kirchlichem oder weltlichem Besitz gebunden.

Die verstreut liegenden FlĂ€chen sind oft durch mĂŒndliche Überlieferung oder Flurnamen bezeichnet.

Bei der Wiederbelebung der Weinbautradition wurde vorrangig auf traditionelle Standorte zurĂŒckgegriffen.

Heute stehen die Rebanlagen ĂŒberwiegend auf den sonnenzugewandten flachen und mittleren Hanglagen.

 

8.1.2. Geologie

Die Geologie ist eiszeitlich geprÀgt.

Dies gilt insbesondere fĂŒr das Relief der MorĂ€nenlandschaft, aber auch fĂŒr die stark verschießenden Böden mit Punktzahlen von 15 bis zu 50 mit den Bodenarten Sand, lehmiger Sand und sandiger Lehm mit wechselndem Steingehalt.

Charakteristisch ist die HĂŒgeligkeit, die durch zahlreiche eingesprengte Seen und verzweigte FlusslĂ€ufe aufgelockert wird.

 

8.2. NatĂŒrliche EinflĂŒsse

Besonderheiten des Klimas sind die warmen bis heißen und trockenen Sommer als Ausdruck der kontinentalen Lage, geprĂ€gt durch eine hohe Sonnenscheindauer im Sommer und Herbst.

Die etwas kĂŒrzere Vegetationsperiode wird durch gezielte Sortenwahl frĂŒher und frostharter Sorten sowie die meist sichere Sommerwitterung ausgeglichen.

Durch die starke Gliederung der Landschaft entstehen fĂŒr den Weinanbau gĂŒnstige Mikroklimate.

WĂ€hrend der Reifephase kommt die lange Sonnenscheindauer der TraubenqualitĂ€t und dem Zuckeraufbau zugute. Die eiszeitlich geprĂ€gten Böden sind gut erwĂ€rmbar, so dass Weine erzeugt werden, die bei höheren SĂ€uregehalten ĂŒber die intensive Zuckereinlagerung wĂ€hrend des Sommers mittlere bis höhere Alkoholgehalte aufweisen.

 

9. Sonstige Anforderungen gemĂ€ĂŸ nationaler Rechtsvorschriften

 

„Mecklenburger Landwein“ muss zu mindestens 85% aus Trauben hergestellt werden die von RebflĂ€chen des Weinbaugebietes stammen. Er darf nur aus zugelassenen Rebsorten hergestellt werden.

Die restlichen Trauben mĂŒssen aus Deutschland stammen.

Der Restzuckergehalt darf nicht den fĂŒr die Angabe „halbtrocken“ höchstzulĂ€ssigen Wert ĂŒbersteigen.

 

10. Namen und Anschrift der Behörde, die die Einhaltung der Bestimmungen der Produktspezifikation kontrolliert, und ihre besonderen Aufgaben

 

10.1. Name und Anschrift

Ministerium fĂŒr Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Mecklenburg Vorpommern (LU)

Paulshöher Weg 1

19061 Schwerin

 

10.2. Aufgaben:

10.2.1. Genehmigung von Neuanpflanzungen und Wiederbepflanzungen

Das LU, Ref. 370 ist die zustĂ€ndige Stelle fĂŒr die Erteilung der Genehmigung fĂŒr Neuanpflanzungen sowie Wiederbepflanzungen und gewĂ€hrleistet somit die Einhaltung der unter Punkt 7 genannten Vorschriften.

Neu- und Wiederbepflanzungen von RebflĂ€chen, deren Ernte zur Herstellung von Mecklenburger Landwein verwendet werden dĂŒrfen, werden systematisch vor Ort ĂŒberprĂŒft.

 

10.2.2. Entgegennahme der Meldungen und Kontrolle der Erntemengen

Die Weinbaubetriebe melden dem LU, Ref. 370 die Erntemengen nach Rebsorte und QualitÀtsgruppen.

Diese Angaben werden bezĂŒglich des zulĂ€ssigen Hektarhöchstertrages geprĂŒft.

 

10.2.3. Kontrolle der Produktspezifikationen

Eine Kontrolle der Einhaltung der Produktspezifikation wird durch Kontrollen der Weinbereitungsunternehmen in Form von Stichproben sichergestellt.

Hierbei werden die Weinerzeuger im Weinbaugebiet Stargarder Land ohne TerminankĂŒndigung vor Ort aufgesucht und alle Schritte der Traubenanlieferung, Weinbereitung und Vermarktung geprĂŒft.

 

ANTRAG AUF EINTRAGUNG

EINER GESCHÜTZTEN GEOGRAFISCHEN ANGABE

gemĂ€ĂŸ Anhang I der VO(EG) Nr. 607/2009

 

:

Einzutragender Name

 

Geografische Angabe „Mecklenburger Landwein“

 

Kategorien der Weinbauerzeugnisse

 

Wein

 

Einzelstaatliche Entscheidung ĂŒber die Genehmigung

 

 

Die einzelstaatliche Entscheidung ĂŒber die Genehmigung erfolgte durch die Elfte Verordnung zur Änderung der Weinverordnung vom 04. MĂ€rz 2004 (BGBl I S. 338)

SCHLESWIG HOLTEINISCHER LANDWEIN

Landwein

Produktspezifikation fĂŒr eine geschĂŒtzte geografische Angabe

22. November 2011

(Fonte BMELV)

(*)paragrafo aggiunto personalmente (fonte Weinverordnung 2013) al fine di migliorare la completezza delle informazioni

1. GeschĂŒtzter Name

 

geografische Angabe „Schleswig-Holsteinischer Landwein“

 

2. Beschreibung des Weines

 

2.1 Analytisch

Nachfolgend aufgefĂŒhrte Analysewerte, die anhand einer physikalischen und chemischen Analyse gemĂ€ĂŸ Artikel 26 der VO (EG) Nr. 607/2009 zu ermitteln sind, sind verbindlich vorgegebene Werte und beschreiben die Voraussetzungen fĂŒr die Verwendung der geschĂŒtzten geografischen Angabe Schleswig-Holsteinischer Landwein.

 

2.1.1 Vorhandener Alkoholgehalt

Der vorhandene Alkoholgehalt betrÀgt mindestens 8,50% vol.

 

2.1.2 NatĂŒrlicher Alkoholgehalt

Der natĂŒrliche Alkoholgehalt betrĂ€gt mindestens 6,00% vol. oder 50° Öchsle.

 

2.1.3 Gesamtalkoholgehalt

a) weiße Weine, nach Anreicherung max. 11,50% vol.;

b) rote Weine, nach Anreicherung max. 12,00% vol.;

 

c) alle Weine, ohne Anreicherung max. 15,00% vol.

 

2.1.4 Gesamtzuckergehalt

Der Zuckergehalt darf bei einem unter der Bezeichnung „Schleswig- Holsteinischer Landwein“ in Verkehr gebrachten Wein nicht den fĂŒr die Angabe „halbtrocken“ (gemĂ€ĂŸ Anhang XIV Teil B der VO (EG) Nr. 607/2009) höchstzulĂ€ssigen Wert ĂŒbersteigen.

Geschmacksangabe Zuckergehalt:

Trocken:

Wenn der Zuckergehalt folgende Werte nicht ĂŒberschreitet:

4 g/l oder 9 g/l, sofern der in g/l WeinsĂ€ure ausgedrĂŒckte GesamtsĂ€uregehalt höchstens um 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt

Halbtrocken:

Wenn der Zuckergehalt den vorgenannten Höchstwert ĂŒberschreitet, folgende Werte aber nicht ĂŒberschreitet:

12 g/l oder 18 g/l, sofern der in g/l WeinsĂ€ure ausgedrĂŒckte GesamtsĂ€urege-halt höchstens um 10 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt

 

2.1.5 GesamtsÀure

Die GesamtsĂ€ure ausgedrĂŒckt in g pro Liter WeinsĂ€ure, betrĂ€gt mindestens 3,50 g/l.

 

2.1.6 Gehalte an flĂŒchtiger SĂ€ure:

a) Weißwein und RosĂ©wein: 18 MilliĂ€quivalent je Liter

b) Rotwein: 20 MilliÀquivalent je Liter

 

2.1.7 Gesamtschwefeldioxidgehalt

Der Gesamtschwefeldioxidgehalt der Weine darf zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens zum unmittelbaren menschlichen Verbrauch folgende Werte nicht ĂŒberschreiten:

a) Rotwein max. 150 mg/l

b) Weißwein und RosĂ©wein max. 200 mg/l

Bei Weinen, die einen als Summe aus Glucose und Fructose berechneten Zuckergehalt von 5 g/l oder mehr haben:

a) Rotwein max. 200 mg/l

b) Weißwein und RosĂ©wein max. 250 mg/l

Die angegebenen Höchstwerte können entsprechend Anhang I B Abschnitt A Nr. 4 der VO (EG) Nr. 607/2009 fĂŒr JahrgĂ€nge mit ungĂŒnstigen WitterungsverhĂ€ltnissen um höchstens 50 mg/l erhöht werden.

 

2.2 Organoleptisch

In Schleswig-Holstein werden insbesondere Weiß- und Rotweine, aber auch RosĂ©weine erzeugt.

FĂŒr Erzeugnisse aus Schleswig-Holstein sind fruchtbetonte leichte Weine mit einem markanten SĂ€ureeindruck

charakteristisch.

Sie erhalten durch die spezifischen eiszeitlichen Böden, wie unter Punkt 8 beschrieben, ihre charakteristischen Eigenschaften.

Die charakteristischen Eigenschaften fĂŒr Erzeugnisse der geschĂŒtzten geografischen Angabe „Schleswig-Holsteinischer Landwein“ sind folgende:

‱ feine, rebsortenspezifische FruchtausprĂ€gungen

‱ ausgeprĂ€gte SĂ€ure bei insgesamt harmonischer SĂ€urestruktur

‱ filigraner Körper

Die delikate FruchtausprĂ€gung ist auf die vorherrschenden geologischen Gegebenheiten und den atlantischen Klimaeinfluss mit milden Temperaturen und geringer Tag/Nacht Schwankungen wĂ€hrend des Reifeprozesses der Trauben zurĂŒckzufĂŒhren.

Weißer Schleswig-Holsteinischer Landwein hat eine hellgrĂŒne bis gelbe Farbe.

Er zeichnet sich insbesondere durch feine PrimÀrfruchtaromen aus, die an Pfirsich, Aprikose oder Banane erinnern.

Die SÀure ist deutlich wahrnehmbar, bei insgesamt leichtem Körper.

Je nach Rebsorte und Ausbaumethode hat roter Schleswig-Holsteinischer Landwein eine hellrote bis dunkelrote Farbe.

Die eleganten Fruchtaromen, die insbesondere an die Aromen von Erdbeeren, Blaubeeren, Holunder und Kirsche erinnern können, sind in dezente fruchteigene Tannine eingebunden.

Bei Ausbau und/oder Lagerung in HolzfĂ€ssern verschiedener GrĂ¶ĂŸe kann es außerdem zu unterschiedlichen

AusprÀgungen von Vanille und Röstaromen kommen.

RosĂ©farbener Schleswig-Holsteinischer Landwein wird ausschließlich aus

roten Rebsorten hellgekeltert und ist von heller bis blassroter Farbe.

Roséweine unterscheiden sich vom Rotwein durch ihre frische leichtere Art und einen geringeren Tanningehalt.

Der Schleswig-Holsteinische Landwein ist ein fĂŒr Norddeutschland gebietstypischer Wein, der in Aussehen, Geruch und Geschmack frei von Fehlern ist.

Wird eine Rebsorte und/oder ein Jahrgang in der Kennzeichnung verwendet, mĂŒssen die fĂŒr die Rebsorte bzw. fĂŒr den

Jahrgang typischen sensorischen Merkmale erkennbar sein.

 

3. Abgrenzung des geschĂŒtzten geografischen Gebiets

 

Zur geschĂŒtzten geografischen Angabe gehören die zulĂ€ssigerweise mit Reben bepflanzten oder vorĂŒbergehend nicht bepflanzten RebflĂ€chen der folgend aufgefĂŒhrten Gemeinden, wenn ihre Eignung zur Erzeugung von Landwein festgestellt wird:

 

Landkreis Nordfriesland:

Sylt, Nieblum und Alkersum

Landkreis Rendsburg-Eckernförde:

Westensee und Langwedel

Landkreis Plön:

Grebin

Landkreis Ostholstein:

Malente

des Landes Schleswig-Holstein.

 

Die Herstellung von „Schleswig-Holsteinischem Landwein“ muss im Schleswig-Holsteinischen Landweingebiet oder im angrenzenden Bundesland erfolgen.

 

4. Traditionelle Begriffe, die mit dieser geschĂŒtzten geografischen

Angabe verbunden sind

 

„Schleswig-Holsteinischer Landwein“ ist obligatorisch mit dem traditionellen Begriff „Landwein“ zu kennzeichnen.

 

Mögliche zusÀtzliche Bezeichnung zur vorgenannten:

Federweißer *.

Teilweise gegorener Traubenmost aus Deutschland mit geografischer Angabe oder aus anderen EU-Staaten; bei den

geografischen Angaben wird auf die fĂŒr "Landwein" festgelegten Anbaugebiete Bezug genommen; „Federweißer“ ist

die allgemein gebrĂ€uchlichste Bezeichnung fĂŒr teilweise gegorenen Traubenmost unter BerĂŒcksichtigung der

Verschiedenheit der regionalen Bezeichnungen.

 

Rotling*:

Die Bezeichnung Rotling darf nur verwendet werden fĂŒr einen inlĂ€ndischen Wein von blass- bis hellroter Farbe, der abweichend von § 18 Absatz 1 durch Verschneiden von Weißweintrauben, auch gemaischt, mit Rotweintrauben, auch gemaischt, hergestellt ist.

Ein inlĂ€ndischer Schaumwein, Perlwein oder Perlwein mit zugesetzter KohlensĂ€ure darf als Rotling nur bezeichnet werden, wenn er ausschließlich aus Wein hergestellt worden ist, der nach Satz 1 die Bezeichnung Rotling fĂŒhren darf.

 

Der Neue*:

FĂŒr Landwein, der ausschließlich aus Weintrauben eines Erntejahres gewonnen wurde, darf die Bezeichnung "Der Neue" nur verwendet werden, wenn das Erntejahr angegeben ist und er nicht vor dem 1. November des Erntejahres an Endverbraucher abgegeben wird.

 

Steillage oder Steillagenwein*:

(1).Bei inlĂ€ndischem Landwein, QualitĂ€tswein und PrĂ€dikatswein darf die Angabe "Steillage" oder "Steillagenwein" in Anwendung von Artikel 66 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 nur verwendet werden, wenn er ausschließlich aus Weintrauben hergestellt worden ist, die von einer RebflĂ€che stammen, die

1. in einem GelÀnde belegen ist, dessen Neigung mindestens 30 vom Hundert betrÀgt, oder,

2. sofern die Neigung des GelÀndes, in der die RebflÀche belegen ist, weniger als 30 vom Hundert betrÀgt, eine eigene GelÀndeneigung von mindestens 30 vom Hundert aufweist.

 

Terrassenlage oder Terrassenlagenwein*:

Bei inlĂ€ndischem Landwein, QualitĂ€tswein und PrĂ€dikatswein darf die Angabe "Terrassenlage" oder (2)."Terrassenlagenwein" in Anwendung von Artikel 66 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 nur verwendet werden, wenn er ausschließlich aus Weintrauben hergestellt worden ist, die von einer

1. durch StĂŒtzmauern oder Böschungen unterbrochenen oder

2. durch StĂŒtzmauern oder Böschungen nicht unterbrochenen, in einem als Terrassenlage bewirtschafteten Gebiet belegenen RebflĂ€che stammen, die

3. in einem GelÀnde belegen ist, dessen Neigung mindestens 30 vom Hundert betrÀgt, oder,

4. sofern die Neigung des GelÀndes, in der die RebflÀche belegen ist, weniger als 30 vom Hundert betrÀgt, eine eigene GelÀndeneigung von mindestens 30 vom Hundert aufweist.

(3) Die Bezeichnungen nach den AbsĂ€tzen 1 und 2 dĂŒrfen nicht gleichzeitig verwendet werden.

 

5. Spezifische önologische Verfahren zur Weinbereitung sowie die einschlĂ€gigen EinschrĂ€nkungen fĂŒr die Weinbereitung

 

5.1 NatĂŒrlicher Mindestalkoholgehalt/Mindestmostgewichte

(in % vol. Alkohol/° Öchsle)

fĂŒr alle Rebsorten 6,00% vol., 50° Ö.

 

5.2 FlĂŒchtige SĂ€ure

Weißwein und RosĂ©wein: 18 MilliĂ€quivalent je Liter

Rotwein: 20 MilliÀquivalent je Liter

 

5.3 Anreicherung

rote Weine auf maximal 12,00% vol. Gesamtalkohol

sonstige Weine auf maximal 11,50% vol. Gesamtalkohol

Die Anreicherung darf nicht mit konzentriertem Traubenmost erfolgen.

 

5.4 SĂŒĂŸung

Die SĂŒĂŸung ist ausschließlich mit inlĂ€ndischem Traubenmost gleicher Art (z. B. weißer Traubenmost fĂŒr weißen Wein) erlaubt.

 

5.5 Verschnitt

Weißweintrauben und die aus ihnen hergestellten Maischen, Moste und Weine dĂŒrfen nicht mit Rotweintrauben und den aus ihnen hergestellten Maischen, Mosten und Weinen verschnitten werden.

 

5.6 Im Übrigen gelten fĂŒr die Herstellung von „Schleswig-Holsteinischem Landwein“ die önologischen Verfahren gem. Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 sowie die nationalen Regelungen.

 

6. Höchstertrag

 

Der Hektarhöchstertrag ist auf 90 hl Wein je Hektar festgelegt.

 

7. Keltertraubensorten

 

Keltertraubensorten aus denen die Schleswig-Holsteinischen Landweine gewonnen werden:

 

Weiß:

Helios, Johanniter, Merzling, MĂŒller-Thurgau, Ortega, Phoenix und Solaris..

Rot:

Cabernet Cortis, Reberger, Regent, Rondo.

 

In diese Liste können weitere Rebsorten aufgenommen werden, wenn die Voraussetzungen fĂŒr die Klassifizierung durch die zustĂ€ndige Behörde festgestellt worden sind.

Neben der rechtlichen AbwĂ€gung erfolgt die Entscheidung ĂŒber die Klassifizierung auf der Grundlage der

Anbaueignung sowie der analytischen und organoleptischen Eigenschaften von Wein, der aus der betreffenden Sorte hergestellt wurde.

 

8. Angaben, aus denen sich der Zusammenhang gemĂ€ĂŸ Artikel 118b Absatz 1 Buchstabe b Ziffer i Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 ergibt

 

Die Schleswig-Holsteinischen Landweine erhalten durch die spezifischen von der Weichsel-Eiszeit geprÀgten Böden in Schleswig-Holstein ihre charakteristischen Eigenschaften.

Die ĂŒberwiegend sandigen Schwemmböden, die mit unterschiedlich hohen Lehmanteilen durchsetzt sind, prĂ€gen den leichten Körper der Weine.

Sortenauswahl und optimale Wahl des Lesezeitpunktes stabilisiert und fördert die QualitĂ€t des Lesegutes hinsichtlich des natĂŒrlichen Mindestmostgehaltes.

Der maritime Einfluss begĂŒnstigt eine langsame physiologische Reife und trĂ€gt somit zu einer ausgeglichenen Fruchtigkeit der Weine bei.

DarĂŒber hinaus wird die Typologie der Weine durch die kleinklimatischen Bedingungen und die charakteristische Zusammensetzung des Bodens bestimmt.

 

8.1. Geografische VerhÀltnisse

8.1.1. Landschaft und Morphologie

Das Schleswig-Holsteinische Landweingebiet liegt zwischen zwei Meeren im Bundesland Schleswig-Holstein. Im Westen begrenzt durch die Nordsee, im Osten durch die Ostsee setzt es sich landschaftlich aus dem östlichen HĂŒgelland, der Geest und der Marsch zusammen.

Die OberflĂ€che in diesem Landschaftsraum wurde maßgeblich durch die beiden letzten Eiszeiten und den Meereseinfluss geprĂ€gt.

Weinbau wird einerseits innerhalb des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeers auf zwei der NordseekĂŒste vorgelagerten Inseln (Sylt und Föhr) betrieben.

Die RebflĂ€chen befinden sich hier in ebenen FlĂ€chen auf Meeresspiegelniveau bis zu einer Höhe von 10 m ĂŒber NN. Andererseits wird in der Region des östlichen HĂŒgellandes Weinbau betrieben.

Hier befinden sich die WeinflĂ€chen in dem sĂŒdlich des Nord-Ostsee-Kanals gelegenen Naturpark Westensee sowie in der Holsteinischen Schweiz.

Die RebflĂ€chen im östlichen HĂŒgelland liegen zwischen 30 m und 80 m ĂŒber NN in ĂŒberwiegend flachen Hanglagen mit bis 22% Hangneigung.

 

8.1.2. Geologie

Das Schleswig-Holsteinische Landweingebiet liegt innerhalb der norddeutschen Tiefebene.

Der westlich gelegene Teil des Landweingebiets auf den nordfriesischen Inseln wird geologisch einer Landschaft nacheiszeitlicher KĂŒstenablagerungen, dem KĂŒstenholozĂ€n, zugeordnet.

Nacheiszeitliche Prozesse wie der Anstieg des Meeresspiegels, die Sedimentation von Gezeiten und FlĂŒssen sowie von

organischen Sedimenten prÀgen den vorherrschenden Bodentyp der Dwogmarsch und Knickmarsch. Weinbau wird hier auf Sand, (an)lehmigem Sand aber auch sandigem Lehmboden betrieben.

Im Östlichen HĂŒgelland, wo die Gletscher der Weichsel-Eiszeit lockeren Geschiebemergel und kalkhaltiges, lehmiges Lockergestein als MorĂ€nen hinterließen, haben sich beim Abschmelzen der Gletscher die durch gewaltige Schmelzwasserströme ausgeschwemmten Kiese und Sande flĂ€chenhaft abgesetzt. Parabraunerde und Braunerde-Podsol wurde ausgebildet.

Die Reben gedeihen hier auf Sand und sandigen Lehmböden.

Die gute ErwĂ€rmbarkeit, BelĂŒftung und schnelle NĂ€hrstoffverfĂŒgbarkeit dieser Böden begĂŒnstigen die Entwicklung der

Feinfruchtigkeit der Weine und bedingen eine filigrane Struktur der Weine.

 

8.2 Klima

Das Klima in Schleswig-Holstein unterliegt dem maritimen Einfluss der umgebenden Meere. Kennzeichen sind milde, regenreiche Winter ohne nennenswerte Gefahr von Winter- oder SpĂ€tfrösten sowie mĂ€ĂŸig warme Sommer mit gĂŒnstiger Niederschlagsverteilung.

Die Wetterdaten stellen sich im Jahresmittel mit 1600 Sonnenscheinstunden und einer Jahresniederschlagsmenge von durchschnittlich 750 mm dar.

Das jeweilige Kleinklima der einzelnen Rebparzellen bedingt durch Exposition, Einstrahlungsenergie, Bodenfeuchte und Windexposition hat einen wesentlichen Einfluss auf die WeinqualitÀt.

Der maritime Einfluss begĂŒnstigt die AusprĂ€gung der fruchtigen Aromen der Weine.

 

9. Sonstige Anforderungen gemĂ€ĂŸ nationaler Rechtsvorschriften

 

Um die Bezeichnung „Schleswig-Holsteinischer Landwein“ auf dem Etikett verwenden zu dĂŒrfen, muss der AbfĂŒller in das System der jĂ€hrlichen Kontrollen zur Einhaltung der Produktspezifikation aufgenommen worden sein. Mindestens 85% der zur Herstellung verwendeten Trauben mĂŒssen aus dem geografischen Gebiet stammen.

 

10. Namen und Anschrift der Behörde, die die Einhaltung der Bestimmungen der Produktspezifikation kontrolliert und ihre besonderen Aufgaben

 

10.1 Name und Anschrift:

Weinkontrolle im

Ministerium fĂŒr Landwirtschaft, Umwelt und lĂ€ndliche RĂ€ume

Mercatorstr. 3

24106 Kiel

Telefon 0431 / 988 – 0, Telefax 0431 / 988 - 7239

e-Mail: poststelle@mlur.landsh.de

 

10.2. Aufgaben:

10.2.1 Genehmigung von Neuanpflanzungen und Wiederbepflanzungen

Erteilung der Genehmigung fĂŒr Neuanpflanzungen sowie Wiederbepflanzungen. Neu- und Wiederbepflanzungen von RebflĂ€chen, deren Ernten zu Schleswig-Holsteinischem Landwein verwendet werden dĂŒrfen, werden systematisch vor Ort ĂŒberprĂŒft.

 

10.2.2 Entgegennahme der Meldungen und Kontrolle der Erntemengen und der Weinerzeugung

Die Weinbaubetriebe melden dem Schleswig-Holsteinischem Ministerium fĂŒr Landwirtschaft, Umwelt und lĂ€ndliche RĂ€ume die Erntemengen nach Rebsorte.

Diese Angaben werden bezĂŒglich des zulĂ€ssigen Hektarhöchstertrages geprĂŒft.

 

10.2.3 Sensorische Kontrolle der Erzeugnisse

Bei der sensorischen Kontrolle werden nach einem jÀhrlich aufzustellenden Kontrollplan Proben direkt bei den Weinerzeugern entnommen.

Der Wein wird einer PrĂŒfung unterzogen. Diese umfasst drei Teilschritte:

1. Die PrĂŒfung der durch ein amtliches oder amtlich anerkanntes Labor erstellten Analyse des Weines.

2. Die formelle PrĂŒfung von Angaben ĂŒber Erntemengen und Rebsorte.

3. Die sensorische PrĂŒfung durch eine SachverstĂ€ndigenkommission.

 

10.2.4 Kontrolle der Weinerzeuger und Weinvermarkter

Eine Kontrolle der Einhaltung der Produktspezifikation wird durch Kontrollen der Weinbereitungsunternehmen in Form von Stichproben sichergestellt. Hierbei werden die Weinerzeuger sowie Weinvermarkter in Schleswig-Holstein ohne TerminankĂŒndigung vor Ort aufgesucht und alle Schritte der Traubenanlieferung, Weinbereitung und Vermarktung geprĂŒft.

 

Antrag auf Eintragung einer geschĂŒtzten geografischen Angabe

gemĂ€ĂŸ Anhang I der VO(EG) Nr. 607/2009

 

Einzutragender Name

 

Geografische Angabe „Schleswig-Holsteinischer Landwein“

 

Einzelstaatliche Entscheidung ĂŒber die Genehmigung

 

Die einzelstaatliche Entscheidung ĂŒber die Genehmigung erfolgte mit Landesverordnung zur DurchfĂŒhrung weinrechtlicher Vorschriften vom 14. Mai 2009 (GVOBl. SH S. 229).

 

Kategorien der Weinerzeugnisse

 

 

Wein

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